Die geheime Drachenschule – Wir geben niemals auf

Die geheime Drachenschule Das Buch

Werbung | Seit einiger Zeit ist unser Großer ein Teil des Projekts der Bastei Lübbe-Kinderreporter und bekommt regelmäßig tolle Bücher zugeschickt. Einige Bücher sind schon längst auf dem Markt, andere sind dagegen noch gar nicht erschienen. So wie das Buch Die geheime Drachenschule von Emily Skye aus dem Baumhaus Verlag, welches uns Ende Juni erreichte und seit heute überall im Handel zu kaufen gibt.

Normalerweise liest und rezensiert Tim selbst seine Bücher. Die geheime Drachenschule haben wir aber gemeinsam gelesen. Denn neben dem unglaublich schön gestalteten Cover, welches mir direkt beim Auspacken der Bücherpost ins Auge gesprungen ist, steigerte vor allem das Begleitschreiben meine Neugierde ins Unermessliche. Ich musste es einfach mitlesen und kann es auch nicht anders, als dir das Buch vorzustellen.

Die geheime Drachenschule – Das Besondere daran ist …

Das Besondere an Die geheime Drachenschule ist, dass es gar nicht von einer Autorin, sondern von einer Gruppe von Lektoren stammt. Emily Skye ist bloß ein Pseudonym, hinter dem sich das Lektorat des Kinderbuchverlags Baumhaus verbirgt.

Die geheime Drachenschule Lektoren-Autoren
Das Lektoren-Team des Kinderbuchverlags Baumhaus ©Olivier Favre

Eine weitere Besonderheit von diesem Schätzchen bietet die farbliche Einlage eines Buches im Buch. Im Text wird ein Schulbuch Die Kleine Drachenkunde erwähnt und genau dieses ist in der Mitte des Buches selbst zu finden. Hier kannst du dich über alle Drachenarten mit all ihren Besonderheiten informieren und ihre Abbildungen anschauen. Genau das haben wir auch als erstes gemacht.

Die geheime Drachenschule Buch im Buch

Die geheime Drachenschule – Worum geht’s …

Eines Tages erfährt Henry, ein 11-jähriger Junge aus London, dass er auserwählt ist, an die Drachenschule zu gehen. Einerseits ist es ein Geschenk, nach Sieben Feuer berufen zu werden, anderseits eine Verantwortung, die man nicht ablehnen kann. Eins ist aber klar: Henry muss sein geregeltes Leben auf den Kopf stellen und von heute auf Morgen all seine Freunde und Familie für sieben lange Jahre hinter sich lassen.

Als er auf der sagenumwobenen Insel ankommt, traut er erst seinen Augen nicht. Überall sind viele Drachen zu sehen. Und seine Schule? Es ist keine normale Schule, sondern ein geheimes Internat, an dem Drachenreiter ausgebildet werden. Henry muss drei Prüfungen bestehen, um an der Drachenschule bleiben zu dürfen. Ob es ihm gelingen wird? Happy ist nämlich ein sehr mürrisches Exemplar und versucht alles, damit Henry durchfällt.

Die geheime Drachenschule – Mit Mamas Augen

Wir geben niemals auf ist der Wahlspruch von Henrys Clan. Und genau dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte hindurch. Als Kapitän einer Fußballmannschaft und Torschützenkönig ist Henry sehr beliebt und hat viele Freunde. Auf Sieben Feuer kommt er jedoch an seine Grenzen, es gelingt ihm nichts und er wird zum Außenseiter. Aufgeben? Das kommt für ihn nicht in Frage. Als Mama eines 9-Jährigen, der oft das Handtuch schmeißt, fand ich diese Botschaft besonders wertvoll:

„Missmutig musste der rote Drache anerkennen, dass die Aura des Jungen all das ausstrahlte, was einen guten Drachenreiter ausmachte: Zähigkeit, Wagemut, der an Tollkühnheit grenzt, und eine Entschlossenheit, die in Starrsinn umschlagen konnte.“

Durch die Auswahl der Protagonisten und des Themas ist die Geschichte nicht geschlechtsspezifisch vorgeprägt und so gleichermaßen für Mädchen wie Jungen ebenso wie für ihre Eltern geeignet. Der wunderbar flüssige und bildhafte Schreibstil macht es einem sehr leicht, in eine fantasievolle Welt abzutauchen und das Buch schnell durchzulesen.

Toll fand ich zudem die großflächigen, schwarz/weißen Illustrationen, die sich perfekt in die Geschichte einfügen und diese auflockern.

Die geheime Drachenschule Tolle Illustrationen

Fantasy verbunden mit Freundschaft und Abenteuer sind ideal, um auch Lesemuffel zum Lesen zu bewegen. Der vorhandene Spannungsbogen, aber auch witzige wie ernste Passagen ergeben ein tolles Paket, welches einfach nur Spaß macht und für ein wunderbares Lesevergnügen der ganz besonderen Art sorgt. Mit viel Fingerspitzengefühl nimmt Emily Skye ihre Leser auf eine geheimnisvolle und spannende Reise mit.

Die geheime Drachenschule – Mit Kinderaugen

Von der ersten Seite an hat mich Henrys Abenteuer gepackt, sodass ich das Buch ungern zur Seite legen wollte. Besonders spannend fand ich das Geheimnis um Sieben Feuer zu lüften. Jede Seite war ein voller Genuss und sorgte für Spannung. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, Henry auf seiner Reise zu begleiten: Ich habe mich gefreut, als er neue Freunde fand. Ich war aber auch sauer auf Happy und fand es sehr gemein, dass er Henry keine Chance geben wollte. Gut, dass es gute Freunde gibt.

Ein tolles Buch mit einer sehr wichtigen Botschaft, dass man einerseits niemals aufgeben darf und anderseits, dass Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen helfen, jede Situation zu meistern. Empfehlen würde ich Henrys Abenteuer all den Lesern, die spannende Geschichten mögen und Fantasy-Bücher gerne lesen.

Die geheime Drachenschule – Das Geheimnis hinter der Drachenschule

Wie es aus einer spontanen Idee ein so tolles Buch wurde, erfährst du im folgenden Interview, welches mir der Baumhaus Verlag zur Verfügung gestellt hat.

Liebes Team, wie viele Personen seid ihr denn und wie kam es dazu, dass ihr zusammen ein Buch geschrieben habt?

Hinter „Emily Skye“ verbirgt sich eine kleine Gruppe von Lektoren, die eng an dem Buch mitgearbeitet haben. Ideen und Inspirationen stammen aber vom gesamten Kinder- und Jugendbuchlektorat.

Die geheime Drachenschule Das Autoren-Team
©Olivier Favre

Wir sitzen regelmäßig zusammen, um über neue Themen zu sprechen, die wir uns für unser Programm vorstellen können. Bei einer solchen Sitzung ist auch die Idee für die Drachenschule entstanden. Diese ist uns dabei so schnell ans Herz gewachsen, dass sich eine Eigendynamik entwickelt hat. Und so beschlossen wir mutig – und ein bisschen leichtsinnig –, es einmal selbst mit dem Schreiben zu versuchen.

Wie seid ihr denn bei der Entwicklung der Geschichte um die geheime Drachenschule vorgegangen?

Am Anfang haben wir sehr, sehr viel Brainstorming betrieben. Das fing bei unserem Helden Henry an, ging über das Setting und den Plot bis hin zum Aussehen und den Fähigkeiten der einzelnen Drachen. Aber auch die Rahmenbedingungen mussten geklärt werden: Für welche Altersgruppe soll die Drachenschule sein? Nur für Jungs oder auch für Mädchen? Wie umfangreich darf der Text werden? Was können wir unseren Lesern zutrauen? Als all diese Dinge geklärt waren, ging es ans Plotten – und anschließend ans Schreiben.

Wie lange habt ihr dafür gebraucht, euch überhaupt auf ein Thema zu einigen?

Erstaunlicherweise gar nicht lange – im Gegenteil! Die Idee einer geheimen Drachenschule war geboren, und wir fühlten uns sofort inspiriert und hatten ganz viele Einfälle, wie es dort aussehen und was in dem Buch passieren könnte. Offensichtlich gibt es bei uns im Lektorat überdurchschnittlich viele Drachenfans.

Und wie sah das dann in der Praxis aus? Mögt ihr uns etwas über den Schreibprozess erzählen?

Hier sind wir relativ klassisch vorgegangen. Nachdem der Plot stand, haben wir eine recht detaillierte Kapitelaufteilung erstellt, an der wir uns beim Schreiben entlanggehangelt haben. Der Rest soll unser kleines Geheimnis bleiben …

Was sind in euren Augen die Vorteile, wenn man als Team an einem Buch schreibt? Gibt es auch Nachteile?

Die geheime Drachenschule in einem Team zu schreiben war für uns eine echte Herausforderung. Es gab viele Ideen, und manchmal haben wir uns auch verrannt. Ein großer Vorteil war, dass wir vieles auf kurzem Wege klären konnten – wenn es bei dem einen mal hakte, war ein anderer mit einer guten Idee meistens nicht weit. Aber natürlich haben wir zwischendurch auch heftig diskutiert – kein Wunder, bei so vielen Leuten kann man nicht immer einer Meinung sein! Aber das wäre vielleicht auch viel zu langweilig gewesen. Und wer weiß: Möglicherweise macht genau das unser Buch aus.

Was meint ihr, für welche Kinder eignet sich die Geschichte ganz besonders?

Die geheime Drachenschule haben wir für abenteuerlustige Mädchen und Jungs ab 9 Jahren geschrieben, wobei die Altersangabe ja immer nur eine Richtlinie ist. Lesen ist schließlich etwas sehr Individuelles und Persönliches. Aber wer Abenteuergeschichten, Magie und Drachen mag, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten.

Was wünscht ihr euch für euer Buch?

Wir alle fiebern dem Erscheinungstermin entgegen und hoffen natürlich, dass die geheime Drachenschule viele begeisterte Leser und Leserinnen finden wird. Wir haben so viel Herzblut in diese Geschichte gelegt, dass wir ihr jedenfalls fest die Daumen drücken. Ganz schön aufregend! (Jetzt verstehen wir noch besser, was unsere Autoren so alles durchmachen müssen.)

Habt ihr einen gemeinsamen Lieblingscharakter? Und wenn ja, welcher wäre das?

Das ist eine Frage, über die wir mal wieder lange diskutiert haben, denn jeder von uns hat andere Lieblingscharaktere. Aber vielleicht ist das ganz gut so, schließlich gibt es auch unter den Lesern viele unterschiedliche Geschmäcker. So ist für jeden was dabei. In unserer internen Hitliste ganz vorn steht auf jeden Fall der mürrische Drache Happy.

Würdet ihr sagen, dass es eher schwerer oder leichter ist, mit so vielen Menschen zusammen an einem Werk zu arbeiten?

So viele verschiedene Meinungen unter einen Hut zu bringen ist definitiv nicht leicht und kann die Nerven ganz schön strapazieren. Andererseits haben wir während des Schreibens gemerkt, dass wir uns immer mehr aufeinander eingestellt haben und zunehmend wussten, wie die anderen ticken – als Autoren. Denn als Kollegen kannten wir uns ja schon. Ein Riesenvorteil des gemeinsamen Schreibens ist auf jeden Fall der Ideenaustausch. Alleine brainstormen macht einfach nur halb so viel Spaß. Und noch ein Vorteil: Schreibblockaden werden gemeinsam überwunden!

Die geheime Drachenschule – Der Ausblick

Das Buch Die geheime Drachenschule hat uns beide begeistert. Wir freuen uns schon sehr auf Band zwei, an dem das Lektoren-Team bereits fleißig schreibt. Denn ein Geheimnis blieb noch offen und will noch gelüftet werden.

Liest dein Kind gerne Bücher? Was ist sein Lieblingsbuch? Erzähl mal, ich würde mich freuen =)

Viele Grüße
Deine Olga <3

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10 thoughts on “Die geheime Drachenschule – Wir geben niemals auf

  1. Herzlichen Dank für diesen ausführlichen Bericht!
    Da freuen wir uns ja noch mehr auf das Buch.
    Wir versuchen gerade unser Glück bei einer Verlosung, allerdings wird der Andrang groß sein….
    Aber für so schöne Bücher gehe ich gerne in die Buchhandlung.

  2. Und nun noch zu deinen Fragen.
    Mein Kind liest überhaupt nicht gerne (Zeitverschwendung) schließlich bin ich eine gute Vorleserin und darauf möchte sie nicht verzichten…..
    Aber dafür lesen wir viel und tauschen uns auch viel aus 🙂

    Mit Ponys und mädelskram brauche ich ihr nicht wirklich zu kommen.
    Sie mag es spannender, gruseliger, abgehobener.

    Z.b. Collins geheimer Channel, die Tiergeister AG, hummelreiter, Penelop oder die Abenteuer der aventurine gefallen ihr. Auch gerne die tolle Reihe von Katja brandis, Woodwalkers.

    Und was mögen deine beiden?

    1. Haha, würde ich aber auch nicht wollen. Tim ist da ganz anders. Mama liest schläft viel zu lange, ist gestresst oder liest nur zwei Kapitel am Stück. Das passt ihm so gar nicht. Wenn es ein Buch spannend findet, steht er auch schon um sechs auf, um nur weiterlesen zu können. Nur Rezensionen schreiben mag er rein gar nicht.

      Er liest querbeet. Dank des Verlags hat er Gregs Tagebücher für sich entdeckt. Im Moment liest er die Bücher von Patricia Schröder noch mal. Das mag ich ganz besonders, dass er die Bücher mehrmals liest und jedes Mal was neues für sich entdeckt.

      Der Kleine ist da anders. Er mag nicht vorgelesen bekommen. Stattdessen interessiert er sich für Hörstifte ganz extrem. Die liebt er.

  3. Haben das Buch direkt nach deinem Bericht gekauft und sind jetzt in etwa bei der Hälfte und total begeistert!
    Mein Großer wenn die Wahl hat zwischen Hörbuch und lesen nimmt er meist das Hörbuch aber bei diesem Buch entscheidet er sich abends tatsächlich für Lesen…

    1. Uii, das freut mich, zu lesen =) Nicht nur, dass mein Beitrag euch zum Kauf bewogen hat, sondern, dass dein Sohn es gerne liest. Lieben Dank für deine Rückmeldung!!! Und weiterhin viel Spaß auf Sieben Feuer.

  4. Wir haben das Buch nun auch, aufgrund deiner Empfehlung angefangen.
    Ich finde es wirklich super. Von der Optik angefangen, über den Schreibstil sowie die Geschichte sind super.
    Für unseren Sohn ist die Geschichte noch etwas lang und manchmal ein bisschen schwer zu verstehen, er liegt mit 6 Jahren auch noch unter der Altersempfehlung.
    Da wir das Buch in der Leihfrist nicht ganz geschafft haben, werden wir es uns auf jeden Fall kaufen um zu erfahren, wie die Geschichte von Henry ausgeht.

    1. Hallo liebe Melanie,

      6 Jahre ist definitiv noch etwas zu früh. Es freut mich aber dennoch, dass euch die Aufmachung des Buches gefallen hat und ihr es euch kaufen wollt.

      Liebste Grüße
      Olga

  5. Das Buch “Die Drachenschule” durfte bei seiner Buchreise einen Zwischenstopp bei uns einlegen. Zuerst lag es etwas einsam in der Ecke, doch dann habe ich mir das Buch geschnappt und es in guten 1,5 Stunden “gefressen “. Die Story ist sehr interessant und ähnelt etwas Harry Potter. Denn der fussballbegeisterte Henry wird von heute auf morgen in eine neue Schule gebracht und muss sich dort mit neuen Mitschülern und tatsächlich Drachen auseinander setzen. Und ob dann alle Freunde werden und ob Henry mit den Drachen zurecht kommt, das erfährt ihr in dem spannenden Buch “die Drachenschule”.
    Meinem Sohn (7Jahre) hat das Buch zwar optisch sehr gut gefallen, hat es aber nicht komplett gelesen. Es waren ihm zu wenig Bilder und zu viel Text. Er hat sich die Story dann von mit erzählen lassen 😉

    1. Wow, das nenne ich mal Tempo =) Ich gehöre tatsächlich zu den langsamen Lesern. Freut mich aber, dass dir das Buch gefallen hat. Das mit wenig Bindern stimmt tatsächlich. Die Bücher für die ältere Zielgruppe enthalten meiner Meinung nach viel zu wenige Illustrationen. Unser Großer bemängelt es auch oft.

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